Was ihr von WILDERNACHT haltet: Rezensionen von euch

26. November 2009, 16:49

JAN SCHMITHUISEN SCHREIBT:
Das Buch “Wildernacht” von Joachim Masannek hat mir sehr gut gefallen, da es sehr spannend und fantasiereich geschrieben ist. Ich kann es jedem Fantasyfan, jedem Bücherwurm und allen anderen, die Spass am Lesen haben, sehr empfehlen. Ich fand es sehr interessant, wie das Buch aufgebaut ist. Als 12-jähriger kann ich mich zwar nur schlecht in die Rolle eines 15-jährigen versetzen, es war aber trotzdem faszierend, die Geschehnisse aus der Perspektive von Charly zu erleben. Gut fand ich auch, dass es ein paar unerwartete Wendungen gab. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Fortsetzung.

MARCO AUS WERRIKON IN DER SCHWEIZ SCHREIBT:
Von den wilden Kerlen zu Wildernacht
Auf den Begriff „Wildernacht“ bin ich zum ersten Mal im Film „Die wilden Kerle 3“ gestossen. Nach dem entscheidenden Spiel gegen die Biestigen Biester, kehrte Fabi der Kamera den Rücken und dort, auf seinem Rücken, erkannte ich den Schriftzug „Wildernacht“ zum ersten Mal. Dies fiel mir aber erst auf, als ich von Joachim Masanneks neuem Buchprojekt hörte. Als ich dann auch noch erfuhr, dass in seinem neuen Roman Figuren wie Fli-Fla vorkommen werden, war die Verwirrung sowie das Interesse perfekt.
Der Aufbau
Die Figur „Michael Klondeik“ weckte in mir ein grosses Interesse. Alleine die Idee, die ersten beiden Tagebücher von ihm vor der Veröffentlichung des Romans auf den Markt zu bringen fand ich genial. Durch diese beiden Bücher konnte man sich einen kleinen Einblick in die Welt von Wildernacht verschaffen. Beim Lesen des Romans waren diese Vorkenntnisse von Vorteil. Auch die Marketingkampagne mit den No Orks half dabei, den Zusammenhang noch besser zu verstehen. Das beim Roman die Geschichte in relativ kurzen Kapiteln gehalten ist finde ich gut. Das macht es übersichtlich und leicht lesbar.
Die Charaktere
Im Roman, sowie auch in den Tagebüchern werden die Charaktere sehr gut beschrieben. Man merkt, hier wurde Wert auf die Details gelegt. Die Parallelen zu den „bekannten Figuren“ wie Zwerge, Elben, etc. kommen sehr gut rüber. Wieder einmal staune ich ob der Fantasie von Joachim Masannek, da er jeder Figurengattung einen anderen Namen gibt. Leider machte mir diese Unbennenung der Figuren eher mühe und ich fand es schwierig, mich in diese „neuen“ Figuren einzulesen. Ich hatte Mühe die Figuren auseinanderzuhalten und der Geschichte zu folgen. Dies war allerdings nur am Anfang der Fall. Je weiter ich mich in die Geschichte vertiefte, desto klarer wurden auch die Rollen der Figuren. Bei den Charakteren merkt man, wo sich Joachim Masannek inspirieren liess. Einige Figuren erinnerten mich an „Der Herr der Ringe“. Auch teilweise die Beschreibungen der Ortschaften. So fielen doch Ausdrücke wie „Isengard“ oder „Gollum ähnliche Gestalt“. Auch beim Bandennamen „Mordor-Biests“ oder „Nasgul“, sowie bei „Uruhkai-Khan“ war die Parallele klar. Wenn man die Herr der Ringe Bücher oder Filme kennt, macht es das Ganze natürlich noch aufregender und man begreift den Zusammenhang noch mehr. Die Charaktere des Stinktiers und der Maus erinnerten mich mehr an die Bücher und Filme von Narnia. Bei dem Kapitel „Orks“ musste ich meinen Hut ziehen. Wie die Jugendlichen beschrieben wurden, ist einfach genial. Der Realität entsprechend und doch provozierend. Die Charaktere sind überhaupt einzigartig und es fällt leicht, sich in die Gefühle der Figuren zu versetzen.
Die Geschichte
Die Geschichte ist realtiv leicht zu lesen und man kann ihr gut folgen. Bis auf den Charakter-Wirwar bereitete sie mir keine Probleme. Jede Weltenverbindung braucht einen Übergang. Das für den Übergang ein Game gewählt wurde, zeigt wieder das Aktuelle zu den Jugendlichen. Ich bin sicher, dass dieses Buch die Jugendlichen anspricht. Bereits mit den wilden Kerlen konnte sich Masannek sehr fein in die Welt der Kinder einfühlen. Dies schaffte er mit Wildernacht auch bei den Jugendlichen. Die Geschichte finde ich überhaupt sehr in der Jugendsprache geschrieben. So fallen Ausdrücke wie „Fuck“ oder „Pardieeeh-Taheiiim.“ Dies zeigt, dass Masannek mit seiner Geschichte wirklich die Jugendlichen ansprechen möchte, seine Bücher auch für Jugendliche schreibt und nicht unbedingt der Norm entsprechen will. Während der Geschichte fand ich es spannend, dass es zwischen den einzelen Figurenrollen immer wieder switchte. Einmal war die Rolle „Jonathan Amber“ und dann plötzlich wieder „Merlin“. Dies zeigt die Verbindung von unserer Welt zu Wildernacht noch mehr. Ausserdem kam auch in dieser Geschichte wieder die Frage nach dem Ursprung auf. Jemand, der alles erschaffen hat. So wurde immer wieder vom Drachen, dessen Atem alles durchweht, gesprochen. Dies war für mich ganz klar die Rolle eines Schöpfers, die Rolle von Gott. Ausserdem sprach mich auch das Thema Selbstvernichtung durch Menschenmüll an.
Fazit
Ein wirklich sehr gelungenes Buch. Nicht nur für Fantasy-Fans empfehlenswert. Obwohl das Buch wirklich für Jugendliche geschrieben ist, würde ich es auch Erwachsenen weiterempfehlen. Dieses Buch spricht aus der Seele und nimmt aktuelle Probleme in der Welt wunderbar auf. Die Message: „Sorgt euch um eure Welt! Kümmert euch umeinander!“, wird wunderbar aufgenommen. Die Geschichte ist überraschend anders als bei den wilden Kerlen.
Ich denke diese Buchreihe wird sehr erfolgreich und ich hoffe, dass auch eine Kinoproduktion daraus gemacht wird. Joachim Masannek war mit seinen Büchern der Grund dafür, weshalb ich überhaupt angefangen habe Bücher zu schreiben. Ich bereue es bis heute nicht und es war für mich eine Ehre, dieses Manuskript zu lesen. Ich freue mich über dieses Buchprojekt und warte gespannt auf die Fortsetzung. Mehr zu mir: Secret village.

BIRTE AUS ERLANGEN SCHREIBT:
Die Leseprobe von Wildernacht zeigt bereits, dass das Buch vor fantasievollen Ideen nur so wimmeln wird. Eigenwillige, aber stimmig klingende Namen, die kaum an Figuren aus anderen Büchern erinnern, was bereits eine Kunst an sich ist. Viele Fantasy-Romane haben in dieser Hinsicht einen eher begrenzten Horizont, der aus der Angst, von beliebten Schemen abzuweichen und Leser mit Eigenarten zu verschrecken, resultiert. Zumindest ist das eine Eigenschaft in einem Buch, auf die ich persönlich immer wert lege.
Was von dem Grunthema der Geschichte zu erahnen ist, reicht an die Ideen von Michael Ende heran, ohne sie zu kopieren, die häufig verwendete Vorstellung von Welten, die in einer Verbindung stehen, durch die eine die andere beeinflussen kann, in einem spannenden, nicht völlig neuen, aber umfangreich verzierten Gewand. Anspielungen auf andere Geschichten, in etwa wie es in der Tintenherz-Trilogie zu finden ist, wirken passend, und es ist logisch, dass jemandem, der aus unserer Welt kommt, solche Vergleiche in den Sinn kommen, sie stellen sogar eine bessere Verbindung zu uns her, geben ein realistisches Gefühl.
Geistreiche Umschreibungen, dick aufgetragen, was aber genau das ist, was man sich von einem guten, fantastischen Roman wünschen würde, will man schließlich in eine neue Umgebung eintauchen, sie sich vertraut machen, man erwarten geradezu von ihr, Schrecken und Schönheit nebeneinander zu halten, manchmal sogar, Grauzonen auszusparen wie in einem Märchen.
Die Probe wirft einen direkt in die Geschichte hinein, und scheint ein wenig viel erklären zu wollen, was immer ein wenig gestelzt wirkt. Viele Autoren scheinen am Anfang eines Kapitels zu schwächeln, als wüssten sie nicht genau, wie sie den Leser in diesen Teil der Geschichte einführen sollten, und diesesn Eindruck habe ich auch hier. Solche Momente verflüchtigen sich meistens schnell, so auch hier, und es bleibt kein Gefühl eines negativen ersten Treffens zurück. Es werden beinahe zu viele Charaktäre auf einmal vorgestellt, was eigentlich die Lust daran wecken sollte, sie näher kennen zu lernen, zeitweise ist es aber eher frustrierend, nicht zu wissen, von wem der Autor eigentlich spricht.
Die Zusammenhänge der zwei Welten werden einem dagegen von vornherein erklärt, und diese sind einem auf der Stelle als Idee symphatisch, weil es sehr daran erinnert, wie man sich als Kind und oft auch als Erwachsener in Helden aus Geschichten hineindenkt, sich im Geiste in sie verwandelt, und ihre Leidenswege und Heldentaten einen wunschdenkenderweise oder ein Stück weit wirklich uns selber ähneln, was hier das direkte Thema wird, und der Gedanke, vom Lieblingscharakter eines Buches beeinflusst zu werden und umgekehrt, ihm dadurch vielleicht ähnlich zu sein, dürfte jedem gefallen, der wie ich manchmal ein wenig unrealistisch denken möchte.
Der Grundriss des Buches kommt mir daher vor wie eine einzige Pause vom Alltag, und genau das sollte ein gutes Buch, ob fantastisch, philosophisch oder sogar realpolitisch, schließlich ausmachen. Die Aufmachung der Leseprobe ist Alles in Allem gelungen, manchmal ein wenig unfreundlich für das lesende Auge, wie alle Notizen es sind, Kritzeleien, verschmierte Buchstaben tragen bei zu dem Gefühl, etwas echtes in der Hand, bzw. auf dem Bildschirm zu haben, was unrealistische Empfindungen verschwinden lässt, und die Linie zwischen Wirklichkeit und den eigenen Gedanken verschwindet.
Ich für meinen Teil bin jedenfalls neugierig auf das echte Buch. Es klingt nach Heldentaten und Bösewichtern, nach echten Abenteurern und solchen, die es werden, Ungeheuern und guten Geistern, nach einem, der aufbricht um die Welt zu retten, alles in allem nach genau der Form von Zeitverschwendung, die mir am allerliebsten ist.Und außerdem nach einem ausgezeichneten Geschenk zu Weihnachten.

ANKE AUS HAMM SCHREIBT:
Hallo Herr Massanek,
ich möchte mich bei Ihnen ganz herzlich dafür bedanken, dass durch Ihre Bücher – zuerst Die Wilden Kerle und jetzt Wildernacht – meine lesemufflige Tochter doch noch zum Bücherwurm mutiert ist!!! Dass hätte ich niemals für möglich gehalten, ich habe wirklich jahrelang alles mögliche an Lesestoff angeschleppt, doch nichts hat wirklich ihr Interesse wecken koennen. Doch dann kamen Die Wilden Kerle-Bücher und alles hat sich geändert! Die Reihe hat sie dann wirklich verschlungen und im Anschluss dann auch mal was anderes gelesen. Und dann der Knaller: Die Wildernacht-Tagebücher und jetzt der Roman! Wieder verschlungen! Und auch mich hat Wildernacht total gefangen genommen – bitte mehr davon! Dank Ihrer Bücher habe ich jetzt hier ein 13-jähriges Mädel sitzen, dass gerne Bücher liest und dafür auch mal Elektronikmedien links liegen lässt – Danke! Liebe Grüße aus Ihrer Heimatstadt Hamm sendet Ihnen Anke mit Eva.